Bewerbung abgeschlossen – was muss ich beachten?

1. Automatisieren Sie die Antworten um Fehler zu vermeiden
Achten Sie auch bei Absagen, dass Sie diese diskriminierungsfrei formulieren.
Schnittstellen, Ansprechpartner sollten entsprechend informiert und geschult werden.

2. Stelle besetzt?
Sie sind nicht verpflichtet dem Bewerber mitzuteilen, dass Sie sich für einen anderen Bewerber entschieden haben und ob die Stelle besetzt worden ist. Ansprechpartner sollten auch entsprechend informiert werden, damit eine einheitliche Stellungnahme nach Außen erfolgt.

3. Bewerberdaten löschen
Denken Sie auch hier an die Löschung der Bewerberdaten nach Ende des Bewerbungsverfahrens max. 6 Monate Aufbewahrung – wegen mögliche Diskriminierungs-Ansprüchen. Für eine weitere Speicherung benötigen Sie die aktive Einwilligung des abgelehnten Bewerbers.

4. Daten richtig löschen
Löschen bedeutet nicht nur die Bewerberdaten in den „Papierkorb“ zu verschieben.
Arbeiten Sie diesbezüglich mit einem IT-Fachmann bzw. einem Datenschutzbeauftragten zusammen.

5. Bewerberdaten weiter aufheben?
Eine Aufbewahrung ist nur mit Einwilligung des Bewerbers möglich. Dennoch sollten die Unterlagen nicht unmittelbar datenschutzfreundlich entsorgt werden, da eventuell noch Ansprüchen aufgrund einer Diskriminierung geltend gemacht werden.

Über die Autorin
Maria Dimartino ist Rechtsanwältin mit Interessenschwerpunkten Individual- und Kollektivarbeitsrecht, Datenschutz und Neue Medien. Den Fachanwaltslehrgang im Arbeitsrecht hat sie erfolgreich absolviert. Sie ist als selbstständige Rechtsanwältin und Referentin bundesweit tätig. Mehr Informationen unter: www.jurvita.de
2018-07-16T13:16:52+00:00 Categories: Arbeitsrecht|Tags: , , |