Berufsausbildung – arbeitsrechtliche Besonderheiten

Auszubildende sind ein wichtiger Bestandteil im Betrieb um das bestehende Know-how zu sichern. Bei der Beschäftigung von Auszubildenden ergeben sich einige Besonderheiten. Hier eine kurze Übersicht über die wichtigsten Punkte:

  • Der Berufsbildungsvertrag muss immer schriftlich geschlossen werden
  • Soweit der Auszubildende noch Minderjährig ist muss der Vertrag auch von den Erziehungsberechtigten unterschrieben werden.
  • Eine Kündigung durch den Ausbildenden richtet sich bei Minderjährigen an die Erziehungsberechtigten
  • Eine Probezeit beträgt ein bis maximal vier Monate
  • Nach der Probezeit kann eine Kündigung nur noch aus wichtigem Grund erfolgen, dieser muss in der Kündigung genannt werden.
  • Bei Minderjährigen sind die besonderen Vorschriften des Jugendarbeitsschutzgesetzes zu beachten insbesondere die Arbeitszeit und den Urlaubsanspruch betreffend.
  • Auszubildende haben Anspruch auf ein Ausbildungszeugnis

Fazit
Beim Abschluss und bei der Beendigung von Berufsbildungsverträgen sind arbeitsrechtliche Besonderheiten zu beachten. Legen Sie sich hierfür Checklisten und Handlungsvorlagen (z.B. Ermahnungen, Abmahnungen, Kündigungen, Zeugnisse) an. Klären Sie Auszubildende insbesondere über die übliche Vorgehensweise bei einer Krankmeldung und die Außendarstellung in Social Media auf, denn hier gibt es regelmäßig einen sehr starken Aufklärungsbedarf.

Über die Autorin
Maria Dimartino ist Rechtsanwältin mit Interessenschwerpunkten Individual- und Kollektivarbeitsrecht, Datenschutz und Neue Medien. Den Fachanwaltslehrgang im Arbeitsrecht hat sie erfolgreich absolviert. Sie ist als selbstständige Rechtsanwältin und Referentin bundesweit tätig. Mehr Informationen unter: www.jurvita.de
2018-07-16T13:27:51+00:00 Categories: Arbeitsrecht|Tags: , , , |